Gesundheit & Reisen Kambodscha

Lies hier alles über die wichtigsten Impfungen und weitere Tipps für eine gesunde Reise nach Kambodscha und Laos.

Sicher und gesund auf deiner Reise durch Kambodscha

Impfungen Laos & Kambodscha

Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet gefordert (http://www.who.int ). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes anlässlich deiner Kambodscha-Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps-Masern-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt sowie bei besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.
Am besten suchst du einen Reisemediziner auf und lässt eine Impfberatung machen.

Malaria

In Kambodscha besteht ganzjährig ein Malariarisiko, verstärkt während der Regenzeiten. 
Ein mittleres Malariarisiko besteht in den meisten Landesteilen, am höchsten im Regenwald der Grenzgebiete zu Thailand und Laos, geringer in einem breiten Gürtel durch die Mitte des Landes von SO nach NW entlang des Mekong bis nördlich des Tonle Sap.
Ein geringes Risiko innerhalb dieses Gürtels in der Umgebung von Phnom Penh sowie unmittelbar um den Tonle Sap.
Phnom Penh und Angkor Wat gelten als malariafrei.

Malaria tritt in Laos ganzjährig auf, gehäuft während und nach der Regenzeit in den ländlichen Gebieten. Höhenlagen über 1000 Meter und größere Städte (auch Vientiane) gelten als malariafrei.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 97 % der Fälle in Laos) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

In den benannten Risikogebieten wird die Mitnahme von einem Notfallmedikament empfohlen. Hierzu konsultierst du am besten deinen Arzt.
Eine Expositionsprophylaxe (z.B. Moskitonetz und Hautschutz) sollte in gefährdeten Gebieten immer durchgeführt werden!

Schistosomiasis (Bilharziose)

Entlang des Mekong und seiner Seitenarme besteht bei Süßwasserkontakt ein Infektionsrisiko mit dem Pärchenegel Schistosoma, der das chronische Krankheitsbild der Bilharziose, eine Entzündung von Harnblase oder Darm, hervorrufen kann.Süßwasserkontakt sollte daher gemieden werden. Ungefährlich sind Pools in den Hotels.

Dengue-Fieber / Chikungunya-Fieber

Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Prophylaxe ist nicht möglich Dengue Fieber tritt in Laos und Kambodscha häufig auf, vorwiegend während der Regenperioden. Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem Übertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen.. Konsequente Vorsorge (Schutz vor Mückenstichen durch entsprechende Kleidung und Hautschutz) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahme.

Zika-Virus-Infektion

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation werden Laos und Kambodscha als Länder mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, das heißt Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn aktuell keine Fälle dokumentiert worden sind.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
Das Auswärtige Amt rät daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. Regionen ab.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention findest du auf dem Merkblatt für Zika-Virus-Infektionen des auswärtigen Amtes.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Diese werden von nachaktiven Stechmücken übertragen. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Erkrankungen beim Menschen sind eher selten. Es gibt keine wirksamen Medikamente gegen die JE Viren. Deshalb ist ein sorgfältiger Mückenschutz und ggf. eine vorbeugende Schutzimpfung wichtig.

Tollwut

Tollwut kommt in Laos und Kambodscha vor. Das Virus wird am häufigsten von Hunden übertragen. Das Risiko ist in ländlichem Gebiet größer als in den meisten Städten. Bei der Tollwut handelt es sich um eine fast immer tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden (durch Biss, Lecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen). Zuverlässigen Schutz vor Tollwut bietet die Impfung vor einem Biss. Die vorherige Impfung ist daher für Reisen in den Iran besonders wichtig.

Der richtige Mückenschutz

Der beste Schutz gegen Malaria oder andere Infektionen ist es, sich vor dem Stich der Mücke zu schützen, beispielsweise durch 

  • lange, helle und gegen Insekten imprägnierte Kleidung im Freien,
  • wiederholtes Auftragen geeigneter Mückenschutzmittel
  • Schlafen unter einem Moskitonetz
  • der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)

Tipps für deine Reiseapotheke

Es ist sinnvoll, eine kleine Reiseapotheke mitzunehmen. Diese sollte für deine Kambodscha-Reise folgende Dinge enthalten:
 
  • Jod, Pflaster, Verbände, Watte, Schere, Desinfektionsmittel 
  • Mittel gegen Fieber, Schmerzen, Durchfall (z.B. Imodium), Verstopfung, Insektenstiche, evtl. Reiseübelkeit (z.B. Vomex)
  • Mückenschutz mit hohem DET-Anteil und Antijuckcreme
  • Malariatabletten (ein sehr geringes Malariarisiko besteht nur für den Süden Chinas)
  • Ohrenstöpsel
  • Sonnenschutz
  • Zeckenzange, Pinzette
  • Thermometer (bruchsicher) 
  • Elektrolytlösung 
  • Vitamintabletten 
  • Hygienetücher (damit du ohne Wasser und Seife Hände waschen kannst)  

Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es ratsam, einen Medikamenten-Pass mitzunehmen. Dies ist ein Ausdruck der Apotheke mit den lateinischen Namen deiner Medikamente und der jeweiligen Dosierung. Das ist immer dann hilfreich, wenn du medizinische Hilfe brauchst. Nimm den doppelten Vorrat deiner Reisedauer mit und bewahre ihn an zwei unterschiedlichen Orten auf. So hast du immer einen Ersatz.

Medizinische Versorgung in Laos und Kambodscha

Kambodscha:

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch.

Laos:

In Vientiane ist die medizinische Grundversorgung in einigen wenigen Privatkliniken möglich (Niveau Hausarztpraxis/Gemeinschaftspraxis). Bei Bedarf kann hier die Verlegung in ein internationales Krankenhaus im benachbarten Udon in Thailand in die Wege geleitet werden.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte.

Generell solltest du eine individuelle Reiseapotheke mitnehmen (s. Abschnitt Tipps für deine Reiseapotheke) und über einen weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz, der einen Krankenrücktransport inkludiert, verfügen. Im Zweifallsfall solltest du einen Reisemediziner kontaktieren. 

Essen und Trinken in Kambodscha

Leitungswasser ist für den menschlichen Konsum nicht geeignet. Trinke immer Wasser aus der Flasche. In kleinen Restaurants nimmt man besser kein Obst oder Salat zu sich, dass schon zubereitet ist. In den Städten isst du am besten in gutbesuchten Restaurants. Bitte iss kein Eis, außer in teuren Restaurants. Säubere deine Hände gründlich, bevor du isst. Auch, wenn du nur einen kleinen Snack zu dir nimmst.

Durchfallerkrankungen

Durchfall ist nach Sonnenbrand das häufigste Gesundheitsproblem auf Reisen. Reisende werden häufig auf ihrer Reise für ein paar Tage getroffen. In den meisten Fällen ist dies ein völlig harmloses Phänomen, das durch die Nahrungsumstellung, die Hitze oder harmlose Bakterien auftritt. Meist weiß sich der Körper selbst zu helfen. Das größte Risiko ist Dehydration, vor allem bei Kindern. Um dem vorzusorgen, kann man eine Lösung aus Wasser und ORS (Oral Rehydration Solution) trinken. Man bekommt sie in den meisten Apotheken und sie enthalten alle Mineralien und Zucker, die man bei Durchfall verliert. Anstatt den ORS kann man auch Kohlensäuren- freie Erfrischungsgetränke und sehr salzige Brühe zu sich nehmen. Wenn der Durchfall von hohem Fieber und/oder blutigem Stuhl begleitet wird, sollte man einen Arzt aufsuchen. Wenn der Durchfall ohne die obengenannten Symptome mehr als ein paar Tage auftritt oder du reisen musst, kannst du Imodium (oder Diacure) einnehmen. Dies ist ein starkes Medikament, das Darmbewegungen für ein paar Stunden verhindert.

Weitere Reisetipps

  • Bitte akklimatisiere dich angemessen nach der Ankunft. Dies gelingt am besten, wenn du den lokalen Lebensrhythmus übernimmst.
  • Trinke ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs (z.B. Wasser aus Flaschen mit Kohlensäure, nie Leitungswasser)
  • Unterwegs auch zum Zähneputzen wenn möglich Trinkwasser benutzen
  • Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen.
  • Halte unbedingt Fliegen von deiner Verpflegung fern
  • Wasche dir so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.
  • Die Sonneneinstrahlung ist in den (Sub-) Tropen teilweise sehr stark. Sei deshalb vorsichtig, wenn du dich sonnst und trage bei Ausflügen in der vollen Sonne eine Kopfbedeckung.
  • In der Hitze verliert man unbemerkt viel Flüssigkeit. Bitte denke daran, ausreichend zu trinken. Das Leitungswasser kann man leider nicht überall trinken. Auch Mineralwasser ist nicht überall zu kaufen, aber meistens in den etwas ‚besseren’ Geschäften zu finden.
  • Solltest du Durchfall haben, achte darauf, den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dafür eignet sich (schwacher) Tee, Mineralwasser oder Cola ohne Kohlensäure. Den Mineralverlust kannst du durch eine Elektrolytlösung oder Brühe kompensieren.
  • Bevor du deine Reise antrittst, ist es gut, sich auf Webseiten wie "Gesundes Reisen" zu informieren. Diese Seite enthält zuverlässige Informationen des Tropeninstitutes Hamburg.

Bitte beachte:

Die o.g. Informationen dienen für einen Überblick zur Vorbereitung auf deine Reise und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die medizinischen Aspekte einer Reise sind immer abhängig vom individuellen Gesundheitszustand. Für die Einreise aus anderen Ländern als Deutschland können abweichende Regelungen gelten.

Die o.g. Informationen können niemals alle medizinischen Eventualitäten abdecken und ersetzen keine Beratung durch einen Arzt bzw. Reisemediziner.

Weiterführende Informationen findest du auf der Seite des auswärtigen Amtes.

Entdeck die Welt und Dritte verwenden Cookies (und andere Techniken), um diese Website zu analysieren, sie benutzerfreundlicher zu gestalten, Social Media anbieten zu können und relevante Angebote auf und außerhalb der Website anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmst du dem zu. Lies mehr.