Gesundheit & Reisen Iran

Lies hier alles über die wichtigsten Impfungen und weitere Tipps für eine gesunde Reise in den Iran.

Sicher und gesund auf deiner Reise durch den Iran

Eine gute Vorbereitung für deine Reise ist sehr wichtig! Wir haben daher ein paar Tipps (u.a. vom Auswärtigen Amt) für dich zusammengestellt.

Impfungen Iran

Bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Dies gilt für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr – siehe auch www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, wie Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.

Bei einer anstehenden Reise solltest du zusätzlich deinen Schutz gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Gefährdung auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus checken lassen.

Malaria

Malaria wird nach Informationen des Auswärtigen Amtes durch den Stich der nachtaktiven Anopheles Mücke übertragen. Die Malaria-Erkrankung kann im schlimmsten Fall töflich verlaufen (vor allem die Malaria tropica). Bei rechtzeitiger Diagnose kann sie aber zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt. Die Symptome sind oft ähnlich wie bei einer Grippe (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.).

Im Iran existiert ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen im Südosten und Osten des Landes sowie im Grenzgebiet zum Irak. Dabei handelt es sich in circa 40 Prozent der Fälle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica.

Ein geringes Übertragungsrisiko für die nur selten lebensbedrohliche Malaria tertiana besteht weiterhin im Norden, in den Grenzgebieten zu Armenien und Aserbeidschan, während der Sommermonate.

Der beste Schutz gegen Malaria ist es, sich vor dem Stich der Mücke zu schützen, beispielsweise durch 

  • lange, helle und gegen Insekten imprägnierte Kleidung im Freien,
  • wiederholtes Auftragen geeigneter Mückenschutzmittel
  • Schlafen unter einem Moskitonetz
  • der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen)
 

Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten, müssen dann entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen Umständen mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Sollte nach deinem Aufenthalt in den beschriebenen Gebieten Fieber auftreten, solltest du in jedem Fall einen Arzt aufsuchen (und diesem auch von deinem Aufenthalt berichten). 

Tipps für deine Reiseapotheke

Es ist immer sinnvoll, eine kleine Reise-Apotheke mitzunehmen. Diese kann beispielsweise die folgenden Dinge enthalten: 
  • Jod, Pflaster, Desinfektionsmittel
  • Mittel gegen Fieber, Durchfall, Verstopfung, Insektenstiche, evtl. Reiseübelkeit
  • Sonnenschutz
  • Zeckenzange
  • Thermometer (bruchsicher) 
  • Elektrolytlösung 
  • Vitamintabletten 
  • Hygienetücher (damit du ohne Wasser und Seife Hände waschen kannst) 

Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es ratsam, einen Medikamenten-Pass mitzunehmen. Dies ist ein Ausdruck der Apotheke mit den lateinischen Namen deiner Medikamente und der jeweiligen Dosierung. Das ist immer dann hilfreich, wenn du medizinische Hilfe brauchst.

Weitere Reisetipps:

  • Bitte akklimatisiere dich angemessen nach der Ankunft. Dies gelingt am besten, wenn du den lokalen Lebensrhythmus übernimmst.
  • Die Sonneneinstrahlung ist in den (Sub-) Tropen teilweise sehr stark. Sei deshalb vorsichtig, wenn du dich sonnst und trage bei Ausflügen in der vollen Sonne eine Kopfbedeckung.
  • In der Hitze verliert man unbemerkt viel Flüssigkeit. Bitte denke daran, ausreichend zu trinken. Das Leitungswasser kann man leider nicht überall trinken. Auch Mineralwasser ist nicht überall zu kaufen, aber meistens in den etwas ‚besseren’ Geschäften zu finden.
  • Solltest du Durchfall haben, achte darauf, den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dafür eignet sich (schwacher) Tee, Mineralwasser oder Cola ohne Kohlensäure. Den Mineralverlust kannst du durch eine Elektrolytlösung oder Brühe kompensieren.
  • Bevor du deine Reise antrittst, ist es gut, sich auf Webseiten wie www.gesundes-reisen.eu zu informieren. Diese Seite enthält zuverlässige Informationen des Tropeninstituts Hamburg.