Gesundheit & Reisen China

Die wichtigsten Impfungen und weitere Tipps für eine gesunde Reise nach China.

Sicher und gesund auf deiner Reise durch China

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu prüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Für Säuglinge ist die Rotavirusimpfung zu empfehlen.
Als Reiseimpfung werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut sowie Japanische Enzephalitis und Typhus empfohlen.

 

Dengue-Fieber

Dengue wird in südlichen Küstenregionen und Landesteilen (Fujian, Guangdong, Guangxi, Hainan, Yunnan) durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

 

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Ein gewisses Risiko besteht im Süden in ländlichen Gebieten unter 1500 m in den Provinzen Hainan und in geringem Maße auf der Insel Hainan. Sehr geringes Risiko in den Provinzen Anhui, Henan, Hubei, Ghuizhou und Jiangsu. Erreger: P. falciparum < 26% (nur in Hainan und Yunnan), sonst fast ausschließlich P. vivax, selten P. knowlesi (an der Grenze zu Myanmar). In städtischen Gebieten besteht kein Malariarisiko.

Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist abhängig von der Reiseroute normalerweise nicht erforderlich.

Aufgrund der o.g. mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

 

Weitere Infektionskrankheiten

 

Japanische Enzephalitis

Die meisten Fälle dieser durch besonders nachtaktive Moskitos übertragenden Virusinfektion des Gehirns treten endemisch währender warmen Jahreszeit (April – Oktober) bzw. Regenzeit in fast allen ländlichen und suburbanen Gebieten (mit Ausnahme der Provinzen Xinjiang, Qinghai und Tibet) auf. In den letzten 10 Jahren ging die Zahl der erfassten Erkrankungen von ca. 9000 auf 4000 pro Jahr zurück. Die höchsten Raten wiesen die Provinzen Shaanxi, Sichuan, Guizhou, Yunnan und die Stadt Chongqing auf. Einzelerkrankungen unter Ausländern in Peking, Shanghai, Hongkong und Kanton sind nachgewiesen. Mückenschutz (siehe Malaria) und Impfung sind wirksame Prophylaxemaßnahmen.

 

Durchfallerkrankungen und Cholera

Cholera kommt sporadisch vor. Als die häufigste Ursache von Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern werden Rotavirusinfektionen angesehen, denen durch Impfung vorgebeugt werden kann. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen -wo möglich- Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen; Einmalhandtücher verwenden.

Für mehr Informationen kannst du auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes oder des Tropeninstitutes Hamburg schauen.

Quelle: Auswärtiges Amt

Tipps für deine Reiseapotheke

Es ist sinnvoll, eine kleine Reiseapotheke mitzunehmen. Je nach Land, sollte diese die folgenden Dinge enthalten:
 
  • Jod, Pflaster, Desinfektionsmittel 
  • Mittel gegen Fieber, Durchfall, Verstopfung, Insektenstiche, evtl. Reiseübelkeit 
  • Sonnenschutz
  • Zeckenzange
  • Thermometer (bruchsicher) 
  • Elektrolytlösung 
  • Vitamintabletten 
  • Hygienetücher (damit du ohne Wasser und Seife Hände waschen kannst)  

Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, ist es ratsam, einen Medikamenten-Pass mitzunehmen. Dies ist ein Ausdruck der Apotheke mit den lateinischen Namen deiner Medikamente und der jeweiligen Dosierung. Das ist immer dann hilfreich, wenn du medizinische Hilfe brauchst. 

Weitere Reisetipps: 
  • Bitte akklimatisiere dich nach der Ankunft im Reiseland. Dies gelingt am besten, wenn du den lokalen Lebensrhythmus übernimmst. 
  • Die Sonneneinstrahlung ist in den (Sub-) Tropen teilweise sehr stark. Sei deshalb vorsichtig, wenn du dich sonnst und trage bei Ausflügen in der vollen Sonne eine Kopfbedeckung. 
  • In der Hitze verliert man unbemerkt viel Flüssigkeit. Bitte denke daran, ausreichend zu trinken. Das Leitungswasser kann man leider nicht überall trinken. Auch Mineralwasser ist nicht überall zu kaufen, aber meistens in den etwas ‚besseren’ Geschäften zu finden.
  • Solltest du Durchfall haben, achte darauf, den zusätzlichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dafür eignet sich (schwacher) Tee, Mineralwasser oder Cola ohne Kohlensäure. Den Mineralverlust kannst du durch eine Elektrolytlösung oder Brühe kompensieren.
  • Bevor du deine Reise antrittst, ist es gut, sich auf Webseiten wie http://www.gesundes-reisen.eu zu informieren. Diese Seite enthält zuverlässige Informationen des Tropeninstituts Hamburg.