Kulinarisches Indien

Ausgehen, Streetfood und Rezepte

Das Essen in Indien ist so vielseitig wie Indien selbst – nicht immer ist es scharf und die indische Küche umfasst auch wesentlich mehr als nur Curries. Je nach Region findet man dabei unterschiedliche Spezialitäten. Im Norden wird viel Fleisch gegessen und mit Safran gewürzt, im Osten isst man hingegen mehr Fisch. Im Westen ist die Küche sehr vielseitig, in Gurajat wird viel vegetarisch gegessen, in Goa findet man wieder mehr Fleischgerichte auf den Speisekarten. Im Süden erwarten dich die schärfsten Curries, die mit Papadums, Joghurt oder Buttermilch abgelöscht werden.

Wusstest du schon….?

  • Ein Curry bezeichnet nicht nur das Gewürz, sondern ein Gericht. Ein Curry muss somit keinen Curry enthalten; oft wird es mit Koriander, Knoblauch oder Ingwer aufgepeppt
  • Eine bekannte Gewürzmischung für Fleischgerichte ist Garam Masala, die u.a. Kardamom, schwarzen Pfeffer, Zimt und Safran enthält.
  • Traditionell wird das Essen in Indien auf einem „Thali“ serviert, einer großen Metallplatte, auf der kleinere Schüsseln stehen.
  • Klassischerweise trinkt man in Indien zum Essen Wasser; gerade auch durch die vielen fremden Besucher bekommt man mittlerweile auch guten Wein und Bier zum Essen
  • Um in Gurajat Alkohol erwerben zu dürfen, musst du als Tourist erst eine Erlaubnis beantragen
Mehr:

In Asien gehört Streetfood einfach zur kulinarischen Entdeckungsreise dazu, denn es verspricht authentische und außergewöhnliche Geschmackserlebnisse. Du solltest allerdings immer daran denken, dass unser europäischer Magen nicht an die dortigen Verhältnisse gewöhnt ist. Hier ein paar Tipps, um den „Delhi Belly“ zu vermeiden:

  • Achte darauf, an welchen Ständen Familien mit Kindern essen: das weckt nicht nur Vertrauen, auch ist hier das Essen oft nicht so scharf
  • Achte genau darauf, wie der Stand gesäubert wird und ob Essensreste einfach so herumliegen
  • Wenn es geht, solltest du Fleisch beim Streetfood eher vermeiden
  • Saft am Stand nur kaufen, wenn er dort frisch zubereitet wird, so dass man sichergehen kann dass er noch nicht so lange steht und kein Wasser enthält (Wasser in Indien nur aus versiegelten Flaschen trinken)

Indiens Nachtleben umfasst alles von traditionellen Bars, über Cafés bis hin zu modernen Discos. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Hier ein paar Tipps:

  • Wenn ihr in einen Club wollt, geht am besten zu zweit (die Chance, vom Türsteher eingelassen zu werden, ist dann größer)
  • In Indien beginnt die Party früh, endet aber auch dementsprechend. In Mumbai oder Delhi schließen die Discos um 1:30, in Chennai sogar schon um 23:00; am längsten gefeiert wird in Kalkutta, wo es keine Sperrstunde gibt.
  • Je nachdem, wo du in Indien unterwegs bist, ist das Mindestalter für den Erwerb und Konsum von Alkohol ein anderes. Meistens darf man ab 21 trinken, in Delhi jedoch erst ab 25 und in Goa schon ab 18.

Damit du dich direkt ins interkulturelle Essens-Abenteuer stürzen kannst, hier ein paar Grundbegriffe in Hindi (Lautschrift), die dir dabei helfen können. Hindi ist die am weitesten verbreitete der 15 in Indien gesprochenen Sprachen, hat aber viele Variationen und Dialekte. Daher hat sich die nonverbale Methode (auf das zeigen, was man haben will) auch schon sehr bewährt! :)

Hi
 Namaste
Bitte
 Kripaja
Danke
 Shukriya / Dhanayavaad
Ja
 Haan
Nein
 Nahin
Essen                    
 kana
Abendessen  raat kakaanaa
Frühstück
 naaschtaa
Restaurant
 restorent
Fisch
 metschlie
Fleisch
 goscht
Obst
 pel
Gemüse
 sebsie
Brot 
 naan
Papadams 
 Papar
Reis  tschaawel
Wasser 
 panie
Tee
 Tschaaj
Kaffee 
 kaafie
Ich hätte gern [ein Wasser].       
 Muhje [paani] diedschiye
Das schmeckt sehr gut 
 bahat masidar huaa
Die Rechnung, bitte
 Bilaaije
Wie viel kostet das?
 Ye kitne ka hai
Ich verstehe nicht.
 Mai samjha nahi
   
 Zahlen  
 1  ek
 2  du
 3  tien
 4  tschaar
 5  paantsch
 6  cheh
 7  saat
 8  aath
 9  nau
10  des
 100  ek sau

Du brauchst:

  • 1 Pfund Mehl
  • 150 ml warme Milch
  • 2 EL Zucker
  • 2TL Trockenhefe oder 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Backpulver
  • 150 ml Joghurt
  • 1 Ei
  • 1 EL Schwarzkümmel
  • Salz
  • Rapsöl
Zubereitung

Milch mit ein wenig Zucker und Hefe verrühren und etwa 20 Min warm ziehen lassen.

Mehl mit etwas Salz und dem Backpulver vermischen, danach die Milch/Hefe-Mischung, den Rest Zucker, den Joghurt und das Ei hinzu geben. Den Teig 10 Minuten mit der Hand kneten, bis er nicht mehr klebt, und zu einer Kugel rollen. Den Teig danach mit etwas Öl einreiben und 1 Std (abgedeckt) warm ziehen lassen.

Teig nach dem Aufgehen nochmal mit der Hand kneten und in 6 gleich große Stücke splitten. Nach Bedarf kann man jede Teigkugel durch ein wenig Schwarzkümmel rollen. Die Kugeln werden danach einzeln dünn ausgerollt (z.B. mit einer Teigrolle).

Eine große Pfanne auf dem Herd ansetzen und wenn sie heiß ist, den Teigfladen in die Pfanne legen (evtl. noch etwas Öl hinzugeben). Den Teig von einer Seite leicht anbraten, danach noch einmal umdrehen, bis es auch von der anderen Seite braun ist.

Passt super als Beilage zu Curry-Gerichten und vielem mehr!