Als Frau allein nach Indien

Einmal im Leben nach Indien, das ist für viele Weltenbummlerinnen ein Traum. Häufig kommen jedoch Zweifel auf, ob Frau allein auf eine Rundreise durch das bunte Land aufbrechen soll. Unsere Kolleginn Teresina war allein in Indien unterwegs und erzählt dir hier von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

Wie sah deine Reiseroute durch Indien aus?

Teresina: Ich habe den Süden Indiens bereist. Gestartet bin ich an der Südöstlichen Küste, sprich Mamallapuram. Von dort ging es dann über Pondicherry, Trichy, Madurai auf die südwestliche Seite mit Thekkady, Allepay und Kochi. Mit Ooty und Mysore war ich dann noch einmal mehr im Landesinneren. Die Strecke kann man aber auch gut umdrehen, dann hat man am Ende noch ein paar schöne Trage am Strand.

Du bist mit einem Privatwagen und Fahrer durch Indien gereist, wie genau läuft so etwas ab?

Teresina: Mein Fahrer hat mich nicht nur von Ort zu Ort gefahren, sprich die Reiseroute entlang, sondern stand mir innerhalb der Orte auch zur Verfügung, wenn ich abends außerhalb des Hotels Essen gegangen bin oder Sightseeing machen wollte. Ich musste mir also kein Taxi rufen. 
Meist haben wir die Abfahrtszeiten für solche Unternehmungen direkt abgesprochen, aber für spontane Einfälle hatte ich auch seine Handynummer. Genauso haben wir es auch mit den Abfahrtszeiten für die längeren Strecken der Route gehandhabt. Mein Fahrer hat mir gesagt, welche Fahrzeit zu erwarten ist und wann er empfehlen würde los zu fahren, damit man angenehm durchkommt und nicht etwa in Stau gerät – wobei dies manchmal gerade in den Städten nicht immer zu vermeiden ist.
 

Wie hast du dich gefühlt, als du allein durch Indien gereist bist?

Teresina: Man ist als westlicher Tourist in Indien nach wie vor immer noch eine kleine Attraktion. Die Inder kennen da auch nicht wirklich Scham und starren einen oft unverhohlen an. Gerade als alleinreisende Frau fällt man dann noch ein wenig mehr auf. Ich bin mehrmals sehr freundlich gefragt worden, ob man ein Foto zusammen mit mir machen könnte, und wurde dann nebenher ausgefragt, wie ich heiße, woher ich komme, ob ich verheiratet bin und Kinder habe. Als dieses auch während einer Tempelbesichtigung passierte habe ich meinen Guide gefragt, warum das so oft vorkommt. Dieser erzählte mir, dass ein Foto mit mir (bzw. einem westlichen Gesicht) ein kleiner Schatz ist, der stolz im Familien- und Freundeskreis herumgezeigt wird. Die Infos, die sie dann neugierig gefragt haben, werden dann natürlich weitergetratscht ;) Ich muss allerdings auch sagen, dass es genauso Inder gab, die mich ungefragt fotografiert haben. 
Während der ganzen Reise gab es aber nicht eine Situation in der ich mich unsicher gefühlt habe.

Was sind deine Tipps für die Reisevorbereitung? Gibt es Dinge, auf die man als Frau schon während der Reisevorbereitung achten sollte?

Teresina: Auf die Kleidung. Wie schon erwähnt fällt man nach wie vor auf. Natürlich ist es in Indien je nach Reisezeit heiß, man sollte aber auf kurze Hosen oder Röcke bzw. Kleider verzichten. Hier empfehlen sich eher Baumwoll- oder Leinenhosen mit einem lockeren Schnitt oder sogenannte „Haremshosen“. Schulterfrei ist auch nicht unbedingt gerne gesehen, aber wird je nach Ort noch toleriert, in jedem Fall sollte man aber ein Tuch dabei haben um seine Arme zu bedecken. 
Vor den Tempeln zieht man in der Regel seine Schuhe aus, gerade im Freien können die Platten aber sehr heiß sein durch die Sonneneinstrahlung, hier schafft ein Paar Socken in der Tasche schnelle Abhilfe.

Was darf man in Indien auf keinen Fall verpassen und was sind deine Highlights?

Wenn man durch Nordinien reist, sollte man selbstverständlich nach Möglichkeit einen Halt in Agra einplanen, um den Taj Mahal zu sehen. 

Besucht man den Bundesstaat Tamil Nadu – in dem Mamallapuram, Pondicherry, Trichy und Madurai liegen – so erlebt man die indische Kultur noch am unverfälschtesten, da ausländische Eroberer hier so gut wie keine Spuren hinterlassen haben und man einige schöne Tempel bestaunen kann. In Trichy lohnt sich die „Tempelstadt“ Srirangam und am Fluss kann man Ritualen (z.B. für Fruchtbarkeit) beiwohnen. Ein interessanter Einblick in eine völlig andere Kultur. 
In Südindien sollte man auf jeden Fall einen der Nationalparks besuchen, hier hat man mit etwas Glück die Chance einen Tiger zu erspähen. Ein Highlight ist auf jeden Fall eine Übernachtung auf einem Hausboot in den Backwaters bei Alleppey. Man fährt durch die Kanal-/ Seelandschaft, kann das lokale Leben beobachten, ein Buch schmökern oder eine frische Kokosnuss schlürfen. 
Meine Reise endete in Mysore, hier war für mich ein weiteres Highlight der Reise zu finden, der Amba Vilas Palast der Palast der Maharadscha Familie (die sogar noch einen Teil bewohnt). Die Architektur, Dekoration und Einrichtung sind atemberaubend und der Wert des Gebäudes (inklusive Einrichtung) liegt nach heutigem Maßstab im Milliarden € Bereich. 

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