Marokko Reisetipps

Von Medinas, Riads und launischen Taxifahrern

Uli war u.a. in Casablanca und Marrakesch unterwegs und hat für euch ein paar Marokko Reisetipps festgehalten, die euch beim ersten Besuch in diesem faszinierenden Land von Nutzen sein können.



1. Medina „light“ in Casablanca

Eine marokkanische Altstadt wie in Marrakesch kann beim ersten Besuch sehr anstrengend sein. Man wird leicht von der Vielfalt an Gerüchen, Geräuschen und der Massen von Menschen und Tieren schlichtweg überwältigt. Das ist auf der einen Seite schön und garantiert einmalige Erinnerungen; auf der anderen Seite kann es so auch schon einmal passieren, dass man sein Hotel nicht sofort wiederfindet. Es lohnt sich also immer, den Namen und die Adresse dabei zu haben. Die Medina in Casablanca ist im Gegensatz zu den meisten anderen vom Grundriss her sehr europäisch konstruiert. Hier findet man sich auch beim ersten Besuch sehr gut zurecht.

2. Kontakte knüpfen

Der sicherste Weg, mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen ist es, mitten in der Medina eine Straßenkarte aufzuschlagen und möglichst orientierungslos zu schauen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man sich im Getümmel zwischen Eselskarren und Teppichständen etwas verläuft und natürlich ist man dankbar für jede Hilfe. Wirkt man aber selbst besonders ahnungslos, wird man direkt in den nächsten Teppichladen geführt. Daher bei Orientierungsproblemen immer selbstbewusst auftreten.

3. Feierabendbier im authentischen Riad

Beim Reisen gibt es fast nichts Schöneres, als einen ereignisreichen Tag voller Eindrücke abends bei einem Glas Wein oder einem kalten Bier ausklingen zu lassen. Auch in den Riads der Medinas, abseits der großen Hotels, wird man meistens entsprechend fündig – das Feierabendgetränk verbirgt sich dann gern unter Begriffen wie „Red Grape Lemonade“, da manchmal keine offizielle Ausschanklizenz besteht. Denkt aber daran, ihr seid zu Gast in einer fremden Kultur. Übermäßiger Alkoholkonsum während nebenan die ersten Gläubigen in die Moschee strömen, ist weniger angebracht.

4. Taxen, Züge und Pünktlichkeit

Züge und Busse: In Marokko befindet ihr euch in einem Land mit arabischer Mentalität. Es könnte daher sein, dass öffentliche Verkehrsmittel nicht ganz so pünktlich abfahren wie ihr das aus Europa gewohnt seid. Also: nehmt es gelassen und plant genügend Zeit für eventuelle Anschlüsse ein!

Taxi: Ein Taxi kostet in Marokko immer genau so viel, wie der Fahrer grad gute Laune hat und ist abhängig davon, wo man sich befindet. Daher niemals direkt den zuerst genannten Preis akzeptieren, sondern schön handeln. Insgesamt ist das Taxifahren in Marokko aber recht günstig.