Reisebericht Peru Familienreise

Ein Reisebericht von unserer Reisespezialistin Susanne

Familienabenteuer im Reich der Inka!

Unsere Reisespezialistin Susanne war im Frühjahr 2016 mit ihrem Mann und ihren 2 Söhnen in Peru unterwegs und haben festgestellt, dass das Reich der Inka sich unglaublich gut als Familienreiseziel eignet!


"Mum, das war die beste Reise!“ ruft mein Sohn freudenstrahlend nach unserer Landung in Amsterdam und ich kann nur zustimmen. Hinter uns liegen zwei fantastische Wochen in einem Land, das uns in jeder Hinsicht überrascht hat.

Gern teile ich unsere Erfahrungen in den nächsten Zeilen mit euch.

Nachdem wir jahrelang unsere Asien-Leidenschaft ausgelebt haben und tolle Reisen nach Thailand, Sri Lanka und Indien miterleben durften, fanden wir sehr günstige Flugtickets nach Lima und ohne zu zögern dachten wir „Lasst uns jetzt doch auch Südamerika erkunden!“.

Gesagt, getan. Ende April saßen wir im Flugzeug nach Lima. 

Ankunft in Lima und auf ins Abenteuer

Gleich am ersten Tag hatten wir das Glück die wunderbare Küche Perus zu testen. Im Restaurant Alfresco (Stadtteil Miraflores) wurden wir Teil eines kulinarischen Erlebnisses. Noch nie haben wir irgendwo so lecker gegessen wie hier. Alles war ein Genuss für die Sinne.

Am nächsten Tag stürzten wir uns richtig ins Abenteuer Peru. Wir folgten der Panamericana Richtung Süden, durch traumhafte Landschaften. Unser erster Halt war Huacachina, eine wunderschöne kleine Oase direkt bei Ica. 

Mit dem Sandbuggy in die Wüste

Unser erstes Hotel in Huacachina (El Huacachina Hotel) war super und bot uns für die nächsten zwei Tage eine tolle Entspannungsmöglichkeit. Gleich hinter unserem Hotel befand sich eine riesige Sanddüne, die unsere Jungs erstmal schnell erklimmen mussten, um direkt danach in den herrlichen Pool zu fallen. J

Am Abend ging es dann mit einem Sandbuggy in die Wüste. Die Fahrt über die Dünen war einfach grandios und unsere Jungs waren ganz aus dem Häuschen. Das war „GTA, aber dann real live!“, stellte unser Jüngster fest. Eine Erfahrung, die keiner von uns so schnell vergessen wird.

Traumbucht bei den Inkas

Da die Strecke zwischen Ica und Arequipa für eine Fahrt zu lang war (ca. 12 Stunden), haben wir auf Empfehlung einen Zwischenstopp in Puerto Inca eingelegt. Unsere Adresse an diesem Tag lautete: Panamericana 610 - Wie cool ist das? :)

Die Fahrt allein schon war wunderschön, aber was uns nach dem 2 km langen Sandweg erwartete, übertraf all unsere Erwartungen. Eine traumhafte Bucht mit einer kleinen Hotelanlage die aus mehreren Bungalows bestand. Noch nie hatten wir einen solchen Strandblick direkt vom Zimmer aus. Die Anlage selbst würde ich mit „sehr einfach“ umschreiben (kein heißes Wasser), aber dafür entschädigten die Lage (direkt am Strand und 100 Meter entfernt von den Inka-Ruinen), die tollen Freizeitmöglichkeiten für Kinder (Volleyballfeld, Fußballfeld, Schwimmbad) und das sehr leckere Essen. Ein Geheimtipp der besonderen Art!

Arequipa

Durch wunderschöne Landschaften ging es weiter nach Arequipa. Schon in weiter Ferne zeigte sich der Misti, einer der Vulkane der Arequipa umgibt, von seiner schönsten Seite. Bei Ankunft in der Stadt merkten wir sofort den Höhenunterschied. Kopfschmerzen meldeten sich, die aber schnell wieder verschwanden. Arequipa ist hektisch, aber wir durften Einzug nehmen in einer kleinen Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Das La Casa de Mi Abuela ist so wunderschön, dass man dort gar nicht wieder wegwill. Ein toller Garten, ein Pool und Tischtennisplatten bieten viele Entspannungs-möglichkeiten.

In der Stadt selbst können Reisende die Plaza de Armas und auch die beeindruckende Klosteranlage Magnete entdecken. Auf der Calle Jerusalem findet man jede Menge Restaurants, die wirklich herrliches Essen zaubern. Wir haben das Restaurant Tradition Arequipa (außerhalb des Zentrums) probiert und waren begeistert! 

Auf nach Puno

Unser nächstes Ziel war Puno, noch viel höher gelegen als Arequipa. Dort wartete der sagenumwobene Titicacasee auf uns. Schon seit meiner Kindheit hat dieser See es mir angetan und deshalb freute ich mich ganz besonders auf diese Station unserer Reise. Unser Hotel (Mirador de Ttikaka) lag im höchsten Teil Punos und dementsprechend atemberaubend war die Aussicht. Wir konnten unserm Glück gar nicht glauben. Das Hotel sowie der Eigentümer waren einfach perfekt. Unsere Jungs freundeten sich sofort mit den hauseigenen Lamas an, die liebevoll versorgt wurden und wir konnten unseren Blick nicht abwenden von dieser unglaublichen Aussicht auf den See. Die Höhe fühlten wir ganz deutlich und haben schon unterwegs begonnen mit dem Lutschen von Coca-Bonbons und auch Kopfschmerztabletten mussten herhalten. Dafür hatten wir das Glück, auf eine Folkloregruppe aus Puno zu treffen, die direkt vor unserem Hotel probte. Das machte Lust auf mehr und ließ uns nur erahnen, wie schön das Festival sein musste.

Am nächsten Morgen ging es dann zu den Uros-Inseln. Der dreistündige Ausflug vermittelte uns einen guten Einblick in die rationelle Lebensweise. Die Farbenpracht der Kleidung und das Lächeln der Bewohner werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Am Abend hatten wir dann auch noch das Glück, den Markt (es war Sonntag!) in Puno mitzuerleben. 

Eine Nacht in Cusco

Cusco erschien uns schon während der Anfahrt viel ruhiger als Arequipa, Lima oder Ica und dieses Bild sollte sich in den nächsten Tagen noch weiter bestätigen. Cusco ist sehr entspannt und alles ist fußläufig gut zu erreichen. Es wimmelte von Touristen, die übriges alle die gleiche Mütze trugen (für 10 Soles an jeder Straßenecke zu bekommen), aber irgendwie störte dies in Cusco nicht.

Bei „Tradition Arequipa“ kann man herrlich einheimisch essen. Eine chicha morada war natürlich auch für uns Pflicht! Die Stadtrundfahrt (25 Soles) im offenen Sightseeing-Bus vermittelt ein umfassendes Bild der Stadt und ist sehr entspannt.  Wie jeder, der Cusco besucht, machten natürlich auch wir uns auf, um das Weltwunder Machu Picchu zu sehen. 

Von Cusco weiter zur verborgenen Inkastadt Machu Picchu

Schon am frühen Morgen saßen wir voller Vorfreude im Zug zur verborgenen Inkastadt, der sich durch die Berge schlängelte. Das Panoramadach des Zuges war einfach großartig und ließ schon die Zugfahrt zu einem Erlebnis werden. Angekommen in Aguas Calientes waren es dann nur noch 20 Minuten (da wir uns für die „faule“ Variante entschieden) die uns von Machu Picchu trennte. Der Bus brachte uns über schwindelerregende Straßen zum Eingang.

Genauso schön - nein viel schöner! - als auf den bekannten Fotos erscheint die berühmte Inkastadt vor uns. Die Umgebung ist traumhaft; es ist kaum vorstellbar, wie solch ein Ort durch Menschen geschaffen wurde. Wir genießen die Aussicht so lange es geht und machen uns danach auf eine Wanderung durch die Inka-Ruinen. Alles ist noch viel besser erhalten als ich gedacht habe und vermittelt einen guten Eindruck von vergangenen Zeiten.

Mit diesem Highlight schlossen wir unsere Reise durch das wunderschöne Peru ab und flogen zurück nach Hause.