Länderinformationen Malaysia

Lerne den bunten Vielvölkerstaat kennen

Malaysia, ein bunter Vielvölkerstaat. Die einzigartige malayische Kultur wurde durch viele verschiedene Kulturen geschaffen. Zur Bevölkerung zählen Malaien, Inder, Chinesen, Bumiputras und in bestimmten Gebieten noch unzählige, indigene Gruppen mit ganz eigener Kultur. Aufgrund der vielen verschiedenen Religionen findet fast ständig irgendwo in Malaysia ein Feiertag statt. Das Neujahrsfest wird beispielsweise mehrmals gefeiert. Nur der Nationalfeiertag im August ist der Tag, an dem alle gemeinsam feiern und fast alle Geschäfte gschlossen haben.

Die Halbinsel Malaysia mit Kuala Lumpur befindet sich in Westmalaysia. Ostmalaysia wird durch die Staaten Sabah und Sarawak auf dem Nordteil der Insel Borneo gebildet. Die Halbinsel Malaysia ist von Ostmalaysia über 600 km durch das südchinesche Meer getrennt. In Westmalaysia ist die Wirtschaft besonders durch reiche Rohstoffvorkommen geprägt. Insbesondere durch Zinnminen, Palmöl- und Kautschukplantagen wandelte sich das Land in den letzten Jahren zu einer Industrienation. In regenwaldreichen Ostmalaysia sind die ertragsstärksten Rohstoffe Erdöl und Edelhölzer.

In der Hafenstadt Melaka, die auch Malaysias kulturelle Hauptstadt genannt wird, ist dagegen die abwechslungsreiche Geschichte des Landes besonders deutlich zu erkennen. Bestimmte Gebäude, Strassen und Plätze zeigen die Spuren, die die Kolonialzeiten der Portugiesen, Holländer und Briten hinterlassen haben. 

Es gibt viele Traditionen innerhalb der malayischen Kultur. Feststellen kann man das unter anderem an den verschiedenen Bauten. Prächtige Moscheen, chinesische Pagoden und indische und hinduistische Tempel, in denen auch viele Feste gefeiert werden. 

Wichtige Plätze sind die Marktplätze, meist traditionelle bunte Märkte, auf denen fleissig gehandelt wird. Dort werden auch häufig traditionelles Kunsthandwerk und Kleidung angeboten. Auch Musik und Tanz findet dort statt.

Malaysia war früher ein Teil der internationalen Gewürzstraße. Und mit den vielen Kulturen hat sich ein kulinarisches Paradies entwickelt. In jeder Region sind neue Köstlichkeiten zu finden. 

In Malaysia gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, Natur zu erleben. Die unglaublich schönen weißen Sandstrände in Westmalaysia, zahlreiche Inseln vor der Küste und dichter tropischer Regenwald mit einer besonderen Fauna und Flora. Teile des ca. 130 Millionen Jahre alten Regenwaldes im Nationalpark „Taman Negara“ sind mit Führungen zu erleben. Viele Tiere finden Schutz in Nationalparks, besonders bekannt sind die Orang-Utans in Ostmalaysia. Dort kann man sie auch in Ruhe beobachten.

Klima-, Natur- und Atenschutz in Malaysia

Klima

In Malaysia ist eigentlich das ganze Jahr Sommer! Die Temperaturen liegen bei tropischem Klima ganzjährig fast überall zwischen ca. 25 und 35°C. In einzelnen Regionen kann es vor allem nachts kälter werden, z.B. in den Cameron Highlands und am Mount Kinabalu. Die unterschiedlichen Regionen West- und Ost-Malaysias haben verschiedene Monsunzeiten. Das führt dazu, dass es eigentlich keine durchgehende Trockenzeit gibt – was für die Tier- und Pflanzenwelt den Vorteil hat, dass Malaysia immer recht grün ist. Mehr zu diesem Thema erfährst du unter  "Beste Reisezeit".

Natur- und Artenschutz

Was das Thema Natur- und Artenerhalt angeht, ist Malaysia ein sehr zwiegespaltenes Land. Durch das „Glück“, über große natürliche Ressourcen zu verfügen, fällt der Regenwald sehr stark wirtschaftlichen Interessen zum Opfer. Durch Holzgewinnung, Palmöl- und Kautschuk-Plantagen ist sehr viel des natürlichen Lebensraums zerstört worden. Diese Unternehmungen stellen noch immer einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor für das Land dar, aber der Natur- und Abenteuertourismus als weniger schädliche Alternative werden hoffentlich in Zukunft ein immer stärkeres Standbein. Auch wird an verschiedenen Stellen versucht, den Erhalt des Lebensraums für Tiere und Pflanzen zu sichern.

In West-Malaysia liegt beispielsweise der berühmte Taman Negara Nationalpark („Taman Negara“ bedeutet übersetzt übrigens auch „Nationalpark“). Bereits 1939 gegründet beherbergt er heute Siedlungen malaysischer Ureinwohner (Orang Asli) und auch viele sehr bedrohte Tierarten wie z.B. das Sumatra-Nashorn.

Auch Ost-Malaysia bietet eine berauschende Vielfalt an Tieren und Pflanzen, bekannt vor allem für Orang-Utans, Nasenaffen oder Nashornvögel. Der Bako Nationalpark nahe Kuching ist beispielsweise ein sehr bekanntes Touristenziel. Hier leben sehr viele der bedrohten „Nasenaffen“, die man in vielen Teilen Malaysias auch „Orang Belanda“ – also „Holländer“ – nennt, ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit. Besonderen Schutz genießen mittlerweile die Orang-Utans, deren Lebensraum ganz besonders stark betroffen ist. In Sabah und auch in Sarawak gibt es bekannte Auffangstationen, in denen versucht wird die Tiere aufzupäppeln und für die Auswilderung in geschützten Gebieten fit zu machen: Das Sepilok Rehabilitation Centre und das  Semenggho Wildlife Centre.

Auch die Nationalparks als geschützter Lebensraum sind gewissen Bedrohungen durch Touristen ausgesetzt – auf die sie aber angewiesen sind, um sich überhaupt finanzieren zu können. Rücksichtsloses Verhalten statt Würdigung dessen, was noch vom Regenwald übrig ist, ist leider vielerorts sehr verbreitet. Hilf mit, diesen Lebensraum zu schützen, wenn du selbst in Malaysia reist, indem du einige kleine Regeln beachtest:

  • Tiere angucken, aber nicht anfassen
  • Keine Blüten oder Pflanzen abbrechen
  • Keine Baumstämme beschädigen
  • Den eigenen Müll wieder mitnehmen!

Diese Aspekte sollten eigentlich für jeden Besucher selbstverständlich sein. Die malaysischen Nationalparks haben dafür einen schönen Slogan entwickelt:

Die Natur gehört nicht dir, sondern du gehörst zu ihr.

Nimm nichts mit außer Fotos

und lasse nichts zurück außer deinen Fußabdrücken.