Kuba Länderinformationen

Kuba ist mehr als Cuba Libre: In unserer Kuba Info erfährst du alles von A wie Autos, über C wie Che bis Z wie Zigarren!

Autos & Oldtimer

Wer träumt nicht davon, in Kuba einen Oldtimer zu fahren, einmal in einem alten rosa Chevrolet an der Küste entlang zu fahren und sich den Wind um die Nase wehen zulassen? Selbst Elvis Presley hat seiner Mutter so einen Wagen geschenkt. Denn der Wert eines alten Autos lässt sich nicht nur durch seinen Zeitwert beziffern, sondern auch oder gerade wegen seines robusten Charakters und seines nostalgischen Charmes.

Genau dieses Lebensgefühl erwartet dich an der wunderschönen Küste von Kuba - eine Art von Freiheit, wie es selbst die Route 66 zwischen Chicago und Los Angeles kaum bieten kann. Jedoch gibt es auf Kuba nicht nur den rosa Chevy, wie das Auto liebevoll genannt wird, sondern ebenso auch alte Taxen, Busse und weitere Vehikel, die das Stadtbild der USA in den 50gern  bis 70gern prägten. Mit Liebe zum Detail werden auf Kuba die Oldtimer restauriert, gepflegt und zum Beispiel als Wagen für eine Entdeckungs-Tour über die Insel angeboten. 

Casas Particulares

Bei den Casas Particulares in Kuba handelt es sich um ganz besondere Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen. Jedoch wirst du dabei nicht in einem Hotel oder dergleichen untergebracht, sondern in der Wohnung einer kubanischen Familie. Die kubanische Bevölkerung ist sehr herzlich und musikalisch. Das kannst du an vielen Stellen in der Hauptstadt erleben. Die „Herbergsväter“ sind freundlich und aufgeschlossen, sprechen aber meist nur Spanisch. Dennoch lohnt sich eine Übernachtung in den Casas Particulares. Denn wer kann schon von sich behaupten, in einer Millionenstadt von einem Hahn geweckt worden zu sein? Ebenso sind die Mahlzeiten reichlich, ausgewogen und zumeist „Bio“, da sich aufgrund der hohen Zölle die wenigsten Kubaner ein chemisches Pflanzenschutzmittel leisten können. Bemerkenswert ist auch der Erfindungsreichtum der Kubaner, denn da die Lebensmittel meist knapp sind auf der Insel haben sich viele Kubaner dazu entschlossen sich dem „Urban Farming“ anzuschließen. Dabei werden Obst und Gemüse auf dem eigenen Balkon angepflanzt.

Der Stil der Häuser in der Hauptstadt reicht von rustikal bis modern, je nachdem, ob die Gebäude schon renoviert wurden oder sich noch im Originalzustand befinden. Durch die Lockerung der Sanktionen gegenüber Kuba werden auch in der nächsten Zeit weitere Touristen-Ströme aus den USA das Stadtbild verändern, aber gleichzeitig natürlich auch Geld in die kargen Staatskassen fließen lassen. So kann man jetzt schon davon ausgehen, dass das Kuba welches wir aktuell noch vorfinden, wohl in zehn Jahren nicht mehr existieren wird. Auch gerade vor diesem Hintergrund bietet sich jetzt noch die Möglichkeit, durch die Casas Particulares ein Stück des ruhigen, entspannten und familiären Kuba kennenzulernen, so wie wir es in ein paar Jahren in Erinnerung haben und vermissen werden.


Che Guevara

Die Legende lebt und ist auf der ganzen Insel und besonders in der Hauptstadt Havanna omnipräsent.

Der Doktor der Medizin und Chirurgie lernte im Jahre 1955 den Revolutionär Fidel Castro kennen und schloss sich seiner politischen Bewegung an. Anfänglich noch als Arzt im Dienste der „Revolution“ fungierend, machte sich Ernesto Guevara de la Serna, wie er mit vollständigem Namen heißt, als wertvoller Stratege und Berater von sich reden und stieg in kürzester Zeit zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten neben Fidel Castro auf.

Als seine größte Leistung gilt die Einnahme der Stadt Santa Clara im Jahre 1958 nach einem zwei-Jährigen Kampf um die Stadt. Mit dem Einmarsch der von Che Guevara befehligten Truppen war der Weg zur kubanischen Hauptstadt Havanna frei. Der damalige und häufig von den Vereinigten Staaten unterstützte Diktator Fulgencio Batista floh nach der Einnahme Havannas ins Exil.  Die Kubaner sind stolz auf „ihren“eigentlich in Argentinien geborenen Che,  (was so viel wie „Kumpel“ bedeutet), und ernannten ihn im Jahre 1959 zum „geborenen kubanischen Staatsbürger“. 

Die Mystifizierung und der Kult um seine Person kann man auch der 1968 Bewegung zurechnen. In der Zeit entstand auch in Deutschland eine Friedensbewegung, die sich von den alten Strukturen der Kriegsgeneration abspalten und für ein friedliches Miteinander werben wollte. Ches allgegenwärtigen Einfluss kannst du immer noch an den Häusern in der kubanischen Hauptstadt erkennen, denn dort wirst du bestimmt das ein oder andere Portrait von Che Guevara entdecken.

Natur und Nationalparks

Besuche doch während deiner Rundreise mit deinem Mietwagen einen der vielen Nationalparks auf Kuba. Hier scheint die Welt stehen geblieben zu sein. Denn auf Kuba gibt es viele Arten, die nur auf der Insel vorkommen. Naturliebhaber werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Besonders zu empfehlen ist das Valle de Viñales im Westen der Insel. Das 132 Quadratkilometer große Areal ist mit gewaltigen Felsen gespickt, den „Mogotes“. Hier kannst du wunderbar Rad fahren, reiten, wandern oder eine Höhlentour mit dem Boot machen.

Oder schau im Biosphärenreservat Sierra del Rosario vorbei. Das Gebiet – das auch „Regenbogen von Kuba“ genannt wird - ist vor allem bekannt für eine Vielzahl von Orchideen und für die kleine Kommune Las Terrazzas. Die Bewohner haben hier eine kleine Oase des Öko-Tourismus geschaffen und nehmen jedes Jahr eine Vielzahl von Gästen bei sich auf.


Kubanischer Rum

Die beiden wohl bekanntesten kubanischen Rumsorten sind der Bacardi und der Havana Rum. Nach dem politischen Umsturz im Jahre 1959 und der damit verbundenen Enteignung von Firmen hin zu einer sozialistischen Planwirtschaft, verließ die Firma Bacardi die Insel Kuba und baute auf den Bahamas ein neues Werk auf. Die Firmeninhaber immigrierten in die USA, was den Vorteil hatte die hohen Einfuhrzölle der Vereinigten Staaten zu umgehen und die geheime Rezeptur für ihren Rum nicht an das neue Regime auf Kuba übergeben zu müssen. Hingegen wurde die Firma Havana Rum zusammen mit vielen weiteren Firmen enteignet und dem Staate unterstellt.

Das Rum-Museum in Havanna

Das Museo des Ron liegt südlich der Altstadt / Kathedrale an der San Pedro Straße Nr. 262 und wird von Havana Club betrieben. Eintritt 7 CUC inkl. 20-minütiger Führung und einem Glas Havana Club (7 Jahre gelagert).

Öffnungszeiten Mo-Do 9-17, Fr-Sa 9-16, So 10-16 Uhr. Besser aber vorher nochmal nachfragen, die Zeiten können sich ändern.

Das Museum hat auch einen Havana Club Fanshop mit div. Havana Club Gläsern (ca. 1 CUC), Tabletts (ab 10 CUC), T-Shirts (um 25 CUC) etc.

Auch den Havana Club Rum kann man kaufen, den Weißen zu ca. 3 CUC, den 3-jährigen zu ca. 5,5 CUC, den 7-jährigen zu ca. 12 CUC (Preis pro 0,7l Flasche). Darüber hinaus hat das Museum natürlich auch eine Bar.

Kubanische Zigarren

Der Grund, weshalb kubanische Zigarren zu den teuersten überhaupt gehören ist, dass die Kubaner nicht nur eine Zigarre verkaufen, sondern ein Lebensgefühl, eine Geschichte, ja ein Stück Kuba selbst. Dieses Lebensgefühl trägt jede einzelne, aus über 300 Einzelschritten bestehende und handgedrehte Zigarre in sich. Das Rauch-Erlebnis nimmt Zeit in Anspruch und kann auch leicht einmal zwei Stunden dauern. Aber dafür ist die Zigarre es auch von Anfang bis zum Ende wert! Die berühmtesten Zigarren aus Kuba sind neben den Cohibas die Marken „Romeo y Julieta“ und „Montecristo“. Diese heißen übrigens so, weil den Zigarrendreherinnen früher während der Arbeit Geschichten vorgelesen wurden, die zum Namensgeber der erfolgreichsten Zigarren wurden.