Reisetipps Bali

5 Tempel auf Bali, die du nicht verpassen darfst

Auf meiner Rundreise durch Bali im November 2014 habe ich verschiedene wunderschöne Eindrücke sammeln dürfen, die ich hier in Form einiger Tipps festhalten möchte. Hier sind meine Tops 5 der sehenswertesten Tempel (in aufsteigender Reihenfolge). Viel Spaß beim Lesen!

Tina



1.) Kuil Gunung Kawi

Kuil Gunung Kawi ist der Tempelkomplex, der auf meiner Reise durch Bali wohl den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Nordöstlich von Ubud gelegen, inmitten von Reisfeldern, erstreckt sich die Anlage aus dem 11. Jahrhundert und ist nur über eine sehr lange Treppe zu erreichen – Glücklicherweise bieten Händler auf dem Weg nach oben (und unten natürlich) frische Kokosnüsse an. Die Anlage hat etwas Geheimnisvolles, denn über den Inhalt der 10 etwa 7 Meter hohen Königsgräber und deren Bedeutung gibt es nur Vermutungen und Theorien. Still ist es hier unten trotz der anderen Besucher, nur das Rauschen des Pakerisan – der mitten durch den Komplex fließt – ist zu hören. Fast mehr noch als die faszinierende Baukunst der Gräber zieht mich die umliegende Fauna in ihren Bann: das satte Grün der Reisfelder sowie das leuchtende Gelb und das starke Rot der Pflanzen bilden einen fantastischen Kontrast zum Fels und zu den Steinhauarbeiten. In der Sonne, die durch die Baumspitzen gebrochen wird, kann man es eine ganze Weile aushalten und die unglaubliche Umgebung wirken lassen.


Kuli Gunung Kawi 01
Kuli Gunung Kawi 02
Kuli Gunung Kawi 03

2.) Pura Tirta Empul

Der „Holy Spring Temple“ liegt im flachen Land Zentralbalis. Die über 1.000 Jahre alte Anlage nimmt mich beim Betreten sofort in Beschlag – die alten Gemäuer tragen Spuren der Zeit, die sich in unglaublichen Farbkombinationen niederschlagen. Tausende von hinduistischen Balinesen kommen jedes Jahr hierher, um sich in der heiligen Quelle zu reinigen. Und auch Besucher aus der Ferne sind hier herzlich willkommen –von ihnen glauben ebenfalls viele an die heilende Wirkung des Wassers. Über eine kleine Treppe betreten sie das Becken (einige nur mit Hose, andere komplett bekleidet), das von einem Dutzend Fontänen gespeist wird. Will man sich reinigen lassen, sollte man Zeit mitbringen – so wird mir erklärt – denn man sollte alle Fontänen nacheinander nutzen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Obwohl ich mich aufs Zuschauen beschränke, nehme ich die besondere Stimmung in mir auf – reinigende Wirkung hat ein Besuch hier (und auf Bali generell) auf jeden Fall!


Pura Tirta Empul 02
Pura Tirta Empul 03
Pura Tirta Empul 04

3.) Pura Taman Ayun

Die farbenfrohe Tempelanlage vom Pura Taman Ayun liegt westlich von Ubud – mitten in einem Seerosenteich. Die Wirkung dieser Umgebung ist unglaublich, der „Tempel des Schwimmenden Gartens“ zieht besonders bei Sonnenschein sofort in seinen Bann. Über eine Brücke schlendern wir zum Eingang und lassen die Ruhe dieses Ortes auf uns wirken. Nicht viele Besucher haben es uns an diesem Morgen gleich getan und so können wir die Anlage in Ruhe erkunden – Künstler bei der Arbeit, Priester die in der Sonne faulenzen. Man kann sich gut vorstellen, dass die Götter – wie die Legende besagt – zum Baden im Seerosenteich hierher kommen. Das Highlight ist der Glockenturm: Eine abenteuerlich schmale Treppe führt etwa 3 Stockwerke in die Höhe; von hier oben aus hat man einen wahnsinnigen Ausblick über die kunstvollen Gebäude und die farbenfrohe Flora der Anlage.

Pura Taman Ayun 01
Pura Taman Ayun 02
Pura Taman Ayun 03

4.) Pura Tanah Lot

Der Pura Tanah Lot ist DAS Postkartenmotiv Balis und liegt in einer der schönsten – gleichzeitig aber auch am besten besuchten – Tempelanlagen der Insel. Im Süden Balis liegt der eigentliche Tempel auf einem Felsen vor der westlichen Küste; „Meerestempel“ wird er auch genannt. Bei unserem Besuch macht er seinem Namen alle Ehre, denn die Flut steht leider zu hoch um das Stück zum Tempel durchs Wasser zu laufen. Betreten könnte man den Tempel eh nicht; aber auch die Priester, die die Süßwasserquelle unter dem Pura Tanah Lot bewachen, sind ein begehrtes Fotomotiv. Noch eindrucksvoller als der eigentliche Tempel ist für mich seine Umgebung; die felsige Küste, die in die Höhe ragt und die schöne Anlage, in der man noch mehr kleine Tempel findet. Das Wetter spielt auch heute leider nicht richtig mit, was aber dem Anblick keinen Abbruch tut. Mit Sicherheit einer von Balis schönsten, ungewöhnlichsten Tempel – den man sich „leider“ auch mit vielen anderen Besuchern teilen „muss“.

Pura Tanah Lot 01
Pura Tanah Lot 02
Pura Tanah Lot 03

5.) Pura Ulun Danu Bratan

Der Pura Ulun Danu Bratan liegt auf 1200 Metern Höhe in den Bergen Balis. Vor der Kulisse des gewaltigen Bratansees wirkt er zunächst unscheinbar, beim Betreten jedoch wird man von einer gewissen Erfurcht ergriffen. Die dunklen Wolken, die bei unserem Besuch zwischen den Bergen aufziehen, tragen ihren Teil zur Stimmung bei. An den verschlungenen Wurzeln der riesig aufragenden Birkenfeige vorbei betreten wir das riesige, aber gut überschaubare Tempel-Areal. Meine Aufmerksamkeit wird von den betenden Menschen und der dargebrachten – lebenden! – Opfergaben gefesselt, bevor sich der Himmel auftut und seinen Inhalt über uns entleert. Ein ehrfürchtiges Gefühl macht sich breit – angesichts der Menge des Regens müssen wir die weitere Erkundung des Tempels leider verschieben. Schade, ich hätte gern mehr gesehen.

Pura Ulun Danu Bratan 01
Pura Ulun Danu Bratan 02
Pura Ulun Danu Bratan 03