Pokhara Reisebericht

Am Fuße des Annapurna Massivs - Oder: Das Warten auf die Berge

Auf geht's ins Nepal-Abenteuer

Im November 2015 besuchte ich in Nepal unter anderem Pokahra und Kathmandu und traf neben wundervollem Wetter auf herzliche Menschen und tolle Natur! Hier lest ihr von meiner Zeit in Pokhara.


Liebe Grüße

Tina

Der frühe Vogel....

Gestern erst bin ich in Pokhara angekommen. Der schöne Abend in den Restaurants der geselligen Stadt sitzt mir noch in den Knochen, als um 4:30 der Wecker klingelt. "Warum steht man im Urlaub so früh auf?" frage ich mich während der dreiviertelstündigen Fahrt nach Sarangkot. Als wir uns bergauf bewegen, passieren wir die ersten Mutigen, die sich komplett zu Fuß aufgemacht haben. Ich bin ganz froh, dass ich lediglich das letzte Stück zu unserem Ziel werde laufen müssen. Unser Ziel, das ist der höchste Punkt des kleinen Bergdorfs Sarangkot, der einen spektakulären Ausblick auf das Pokhara Tal und die Ausläufer des Annapurna Massivs verspricht. Wir erreichen den Gipfel noch rechtzeitig vor Sonnenaufgang, suchen uns einen gemütlichen Platz und warten. Ein wenig enttäuscht bin ich doch, als wir statt mit Sonne mit Nebel belohnt werden. Es wird immer heller, man kann immer weiter ins Tal sehen, aber Annapurna, Fishtail und Co bleibt hinter der dichten Wolkendecke versteckt. Nichtsdestotrotz genieße ich die erhabene Landschaft. Der Ausblick ist trotz der fehlenden Hauptdarsteller wirklich wunderschön - dafür bin ich gern früh aufgestanden!

Wandern und Stille

Nach dem Abstieg gibt es erst einmal eine heiße Dusche und ein reichhaltiges Frühstück. Langsam traut sich auf die Sonne hervor - die Hoffnung bleibt also, dass ich im Laufe des Tages doch noch einen Blick auf den Himalaya erhaschen kann. Nach einer Bummeltour durch die ansässigen Stoffgeschäfte geht es kurz nach Mittag los zum nächsten kleinen Aufstieg. Direkt über dem Phewa See ragt die Shanti Stupa auf dem Ananda Hill auf - sie ist eine der 80 Friedenspagoden, die in der ganzen Welt zu finden sind. Nach einer kurzen Tour über den See geht es also zum zweiten Mal heute ans Treppensteigen. Und wieder wird die Anstrengung belohnt durch eine tolle Aussicht auf das Pokhara Tal und den See - und leider fehlen auch dieses Mal die Berge im Hintergrund. Die Sonne scheint, aber die Luft ist feucht und diesig. Nicht das beste Wetter für weite Sicht, aber trotz allem tolles Wetter zum Wandern! Oben angekommen wird man von einem Meer aus strahlend bunten Blumen empfangen, die zur Stupa führen. Diese wirkt aus der Nähe noch viel beeindruckender. Die weiße Farbe strahlt in der Sonne. Ohne Schuhe geht es weiter zur Stupa hoch und das ist der Moment, in dem mir zum ersten Mal die Stille auffällt. Ich bin hier oben nicht allein, um mich herum genießen noch mehr Menschen den Anblick, aber trotzdem ist es wunderbar still. Ich bin einfach nur überwältigt und ganz im Einklang mit mir selbst. Auch dieser Aufstieg hat sich mehr als gelohnt!

Pokhara   World Peace Pagode   TG (20)
Pokhara   World Peace Pagode   TG (46)
Pokhara   World Peace Pagode   TG (5)

Was lange währt...

Am nächsten Tag geht wieder früh raus, um zurück nach Kathmandu zu fliegen. Mittlerweile habe ich mein leichter Schwermut darüber, dass mir der Blick auf den Himalaya bei unserem kurzen Besuch verwehrt bleibt, überwunden. Ich bin gespannt darauf, was die weitere Reise mit sich bringen wird. Motiviert und frisch stapfe ich morgens vom Hotel in Richtung Auto und stocke kurz, als ich die Straße hinunter schaue. Kurz blinzeln, Augen reiben - nein, das ist keine optische Täuschung. Da sind sie! In voller Pracht bei strahlendem Sonnenschein begleiten sie uns zum Flughafen. Das Wetter hält sich und so kommen wir an dem Tag nicht nur in den Genuss, vom Tal aus auf das Massiv zu schauen sondern dürfen sogar während des Flugs weitere Teile des Himalayas bewundern, die beim Anflug auf Kathmandu langsam in der Fern verschwinden.

Pokhara nach Kathmandu   TG
Pokhara nach Kathmandu   TG (10)
Pokhara nach Kathmandu   TG (34)